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NDie Affäre zwischen Joseph Goebbels und Lída Baarová spitzt Asich im DMai 1938 zu. DIn Hans-Otto Meissners Magda-Goebbels-Biografie, die 1977 erschien, schildert Nihre Schwägerin Ello Quandt:

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„Goebbels hatte Asich aus Berlin in Schwanenwerder angemeldet und gesagt, daß Ner Lida Baarova mitbringen werde, was nicht so ungewöhnlich war, da Nsie schon A·Pleinige Male Dzu Besuch im DHause war. (...)

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Als man gemütlich beim DTee zusammensaß, wandte Asich Goebbels plötzlich an Magda: „NIch muß Aetwas sehr Ernstes mit Ddir besprechen (...) Frau Baarova und Nich, N·Plwir lieben A·Pluns." Lida bestätigte sofort Dmit großer Bestimmtheit: „Jawohl, N·Plwir lieben A·Pluns!"

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Für Magda Goebbels sei Ndieses Bekenntnis völlig unerwartet gekommen, berichtet Ello Quandt. Goebbels habe dann noch gesagt: „NDu bist natürlich Ndie Mutter G·Plmeiner Kinder und Ndie Frau, die zu Dmir gehört. Aber D·Plnach so vielen Jahren wirst Ndu einsehen, daß Nich Aeine Freundin haben muss."

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Magda Goebbels sei so schockiert gewesen, dass Nsie unfähig war, etwas zu erwidern.

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NIhr Mann habe Aihr Schweigen als AZustimmung gedeutet: „NIch wußte ja, daß Nich Amich auf Adich verlassen kann, liebste Magda. NDu bist und bleibst Nmeine gute Alte."

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AEine „Ehe zu Dritt" zu führen -- das hat Dsich Magda Goebbels wohl durchaus vorstellen können, zumal auch Nsie A·PlAffären hatte, zum Beispiel mit Karl Hanke, DStaatssekretär im DMinisterium Gihres Mannes.

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NSie hoffe, sagt Nsie zu Ello Quandt, „das mit der Baarova" sei irgendwann einmal vorbei. „Im DAlter gehört Ner dann ganz Dmir." Aber im DAugust 1938 wendet Nsie Asich an Hitler und bittet Aihn Aum Hilfe.

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NEs ist nicht klar, wann Asich Magda Goebbels Dzu diesem Schritt entschloss. Nachdem Nsie erfahren hatte, dass Nihr Mann Dseiner Affäre Adie Ehe versprochen haben soll? Oder nachdem Nsie Dihm Dmit Scheidung gedroht hatte?

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Woraufhin Ner Dihr versprach, Asich von der Baarová zu trennen, Asich aber weiterhin mit Dihr traf, was Dihr Karl Hanke verraten haben soll.

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Angesichts Geiner von Hanke verfassten Liste D·Plmit Namen D·Plvon mehr als 40 Frauen, mit denen Goebbels Aein Verhältnis hatte, sieht Asich Hitler gezwungen, APartei zu ergreifen.

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„Hitler ist D·Plvon den zahlreichen Affären Goebbels' zutiefst abgestoßen, Afür ein Verhalten Gdieser Art fehlt Dihm Njegliches moralisches Verständnis", schreiben N·Pldie Goebbels-Biografen Peter Gathmann und Martina Paul.

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N·PlSeine eigenen Schwierigkeiten im DUmgang Dmit Sexualität machen Aes Dihm unmöglich, A·Pldie Eskapaden Gseines Ministers weiterhin zu dulden."

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Das allein ist aber nicht ausschlaggebend dafür, dass Asich Hitler Aauf die Seite von Magda Goebbels schlägt. Auch das fällt ins AGewicht: Hitler hat Aein Herz für Asie.

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Was ebenfalls Aeine Rolle spielt: NEr kann D·Plunter keinen Umständen erlauben, dass Asich Nseine nationalsozialistische Bilderbuchfamilie trennt.

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Unabhängig davon: Angesichts Gder von ihm provozierten Sudetenkrise, die darauf abzielt, die Tschechoslowakei zu zerschlagen, ist nicht zu tolerieren, dass Asich Nsein Propagandaminister Dmit einer Tschechin verlustiert.

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NDer „Führer" lässt Adas Telefon von Lída Baarová abhören. NEin Gespräch ist überliefert, in dem Goebbels bedauert, Aein Schäferstündchen absagen zu müssen: „NIch wäre jetzt lieber bei Ddir im DBett als Dauf dieser langweiligen Parteikundgebung."

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Hitler lässt im DOktober 1938 Adie Familie Goebbels auf den Berghof kommen, Aseinen Privatwohnsitz auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden. DSeinem Minister macht Ner unmissverständlich klar, dass Nes so nicht weitergehen könne.

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In DGoebbels' Tagebuch liest Asich das so: „NIch lege Ameinen Standpunkt dar, verfechte Dmit Eifer und DKonsequenz Ameine Ansicht, bis dann Nder Führer Aan Solidarität, AStaat und Agemeinsame große Sache appelliert. DDiesem Appell kann und will Nich Amich nicht versagen."

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Magda Goebbels hatte Adie Zwangsversöhnung mit Hitler vorbereitet, mit Dihm sogar Aeine Vereinbarung aufgesetzt: Joseph Goebbels darf Aseine Geliebte nicht mehr sehen; die darf in Deutschland nicht mehr arbeiten und muss Adas Land verlassen.

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NDie Goebbels'sche Ehe wird fortan funktionieren, nicht mehr, nicht weniger, auch wenn Ndas Paar im DOktober 1940 Aein „Versöhnungskind" bekommt.

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Lída Baarová erhält noch im DJahr 1938 ABerufs- und Aufenthaltsverbot. NDie Literaturverfilmung „Der Spieler" nach Dostojewski, in der Nsie Adie Hauptrolle spielt, wird A·Pldrei Tage Dnach der Berliner Premiere AEnde Oktober abgesetzt.

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NDas Historiendrama „Preußische Liebesgeschichte", das im DDezember Dder Zensur vorgelegt wird, kommt nicht zur DAufführung (Nes wird erst 1950 Dunter dem Titel „Liebeslegende" in Westdeutschland gezeigt).

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Baarová ist Dzu dieser Zeit bereits wieder in Prag, wo Nsie A·PlFilme dreht und ATheater spielt.

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Nach 1945 wird Nsie Din ihrer Heimat als NKollaborateurin verurteilt und muss A·Pl18 Monate Din einem Gefängnis verbringen; Nsie gilt Din ihrem Geburtsland noch immer als „NGeliebte Gdes Teufels".

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Österreich wird Nihre zweite Heimat. Im DJahr 2000 stirbt Nsie in Salzburg.

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Da sind Joseph und Magda Goebbels Dseit mehr als einem halben Jahrhundert tot. A·PlWenige Stunden Dnach Hitlers Selbstmord nahmen N·Plsie D·Plsich am 1. DMai 1945 Adas Leben.

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Zuvor hatte Magda Goebbels mithilfe Dvon Hitlers Leibarzt A·Plihre sechs Kinder mit Goebbels -- A·Plfünf Töchter und Aeinen Sohn -- Dmit Zyankali getötet.